Demenzbetreuung

Demenz bedeutet weit mehr als nur Vergesslichkeit. Sie ist eine Erkrankung, bei der nach und nach die geistige Leistungsfähigkeit verloren geht. Betroffene erinnern sich nicht nur schlechter, auch Wahrnehmung, Verhalten und Erleben verändern sich.

Es gibt verschiedene Formen von Demenz:

  • Sekundäre Demenzen können z. B. durch Stoffwechselstörungen, Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch entstehen. Sie sind oft behandelbar, manchmal bilden sich die Symptome sogar zurück.
  • Primäre Demenzen sind leider nicht heilbar und machen den größten Teil der Erkrankungen aus. Am häufigsten ist Alzheimer, gefolgt von gefäßbedingten (vaskulären) Demenzen und Mischformen. Der Beginn ist oft schleichend: Erst geht das Kurzzeitgedächtnis verloren, dann nach und nach Erinnerungen aus dem Langzeitgedächtnis. Auch die Selbstständigkeit im Alltag nimmt ab. Für Angehörige bedeutet das eine große Belastung – emotional und organisatorisch.

Heute werden Betroffene nicht mehr als „vergesslich“ oder „tüdelig“ abgetan, sondern als Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz anerkannt. Damit ist auch ihr Anspruch auf Unterstützung klar geregelt: Pflegebedürftige mit Pflegegrad haben Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag von 131 €. Dieses Geld kann für stundenweise Betreuung, Alltagsbegleitung oder andere Hilfen genutzt werden – damit pflegende Angehörige entlastet werden und Betroffene trotz Erkrankung möglichst lange zuhause leben können.

Unsere Leistungen für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz sind u.a.:

  • Biografie- und Erinnerungsarbeit
  • Gedächtnis- und Konzentrationstraining
  • Förderung der Orientierung des unmittelbaren Wohnumfeldes
  • Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • Kommunikation
  • Körperliche Aktivitäten
  • Training von verlernten Fähigkeiten und Fertigkeiten